Ein perfekter Start

Es war der erste Morgen unseres Urlaubs, an dem ich früh aufgestanden bin, noch vor Sonnenaufgang, um den Moment festzuhalten. Frost lag auf den Wiesen, feine Eiskristalle glitzerten im ersten, zaghaften Licht. Über der Elbe und den Feldern hing leichter Nebel, der die Landschaft ruhig und weich wirken ließ. Der Himmel zeigte schon früh viele Farben, lange bevor die Sonne selbst zu sehen war. Mit dem zunehmenden Licht wurde alles klarer. Schiffe glitten ruhig durch den leichten Nebel, begleitet von den Rufen der Vögel und dem leisen Plätschern der Wellen. Es lag eine besondere Ruhe in diesem ersten Morgen – fast allein, still und entspannt.

Wintertage an der Küste

Die Tage vor Silvester waren ruhig und von einer angenehmen Gelassenheit geprägt. Immer wieder spazierten wir an der Elbe entlang, gingen bei Ebbe langsam über den freigelegten Boden, suchten nach Muscheln und blieben stehen, um die großen Schiffe zu beobachten, die scheinbar lautlos vorbeizogen. Ein Ausflug führte uns nach Cuxhaven, wo wir an der Alten Liebe standen, den Blick aufs Wasser richteten und den Schiffen ganz nah waren. Zwischendurch sorgte ein Besuch in der Sole-Therme für Wärme und Entspannung, während die Spiel- und Spaß-Scheune den Kindern Raum zum Toben und Lachen bot. So vergingen die Tage vor dem Jahreswechsel leise und unaufgeregt – gefüllt mit frischer Luft, kleinen Entdeckungen und viel gemeinsamer Zeit in Otterndorf.

Jahreswechsel an der Elbe

Silvester in Otterndorf fühlte sich ruhig und besonders an. Am Vormittag waren die Kinder noch einmal draußen unterwegs, spielten auf dem Spielplatz und nutzten jede Gelegenheit, sich zu bewegen. Am Wasser verweilten wir immer wieder, sahen Schwänen und Enten zu und genossen die klare Winterluft. Später versammelten sich viele Menschen am Ufer, um das Silvesterbaden zu beobachten. Mutig stürzten sich die Teilnehmer ins eiskalte Wasser, begleitet von Applaus, Lachen und staunenden Blicken – ein ungewöhnlicher und lebendiger Abschluss des Jahres.

Stürmischer Abschied

Die letzten zwei Tage waren sehr stürmisch, aber zugleich überraschend gemütlich. Draußen fegte der Wind über Otterndorf, während wir drinnen im Ferienhaus viel Zeit mit Spielen verbrachten und die gemeinsame Ruhe genossen. Zwischendurch zog es mich immer wieder an den Deich. Die Elbe war aufgewühlt, das Wasser dunkel und in Bewegung, der Wind kräftig und klar. Gerade dieses raue Wetter hatte seinen Reiz und machte die Spaziergänge besonders. So verbanden sich Sturm und Behaglichkeit auf eine ganz einfache Art – ein ruhiger, bodenständiger Abschluss der Tage an der Nordsee.

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